Geschichte Ostpreussens: Zeittafel

Der Ordensstaat (1225 -1525)

Ursprünglich war Ostpreussen das Stammland der Pruzzen. Das von baltischen Pruzzenstämmen an der Ostseeküste besiedelte Gebiet wurde seit dem 10. Jahrhundert zur Interessensphäre der entstehenden und expandierenden deutschen und polnischen Staaten.

Im zehnten Jahrhundert gab der polnische Fürst Mieszko I (aus dem Hause der Piasten) dem Markgraf Gero und dem Kaiser Otto I den Lehnseid und erhielt vom Kaiser und dessen Nachfolgern Otto II und Otto III Land als Lehen.

Nach der Auffassung der damaligen Zeit konnten die obersten Autoritäten der Christenheit, Kaiser und Papst, über heidnisches und deshalb als herrenlos geltendes Land verfügen.
Der Deutsche Orden (Ordo Domus Sanctae Mariae Theutonicorum) wurde im Zusammenhang mit den Kreuzzügen 1190 von Lübecker und Bremer Kaufleuten als Krankenpflegeorden gegründet und 1198 in einen geistlichen Ritterorden mit Sitz in Akkon (bei Jerusalem) umgewandelt. 1291 velegte der Orden seinen Sitz nach Venedig, 1309 auf die Marienburg und 1457 nach Königsberg. Der Deutsche Orden geht zum planmässigen Aufbau seines Staates über, der das Gebiet der Provinzen West- und Ostpreussens des 19. Jahrhunderts umfasste. Etwa 100 Städte und 1000 Dörfer werden in der folgenden Zeit gegründet und häufig mit deutschen Siedlern besetzt. Die politische, wirtschaftliche und religiöse Macht lag bei der Oberschicht von etwa 2000 Ordensrittern. Der Orden bemühte sich um Rückhalt bei den deutschen Fürsten. Darum wählte er seine Ordenshochmeister aus deutschen Fürstenhäusern. 1498-1510 residierte Herzog Friedrich von Sachsen in Königsberg. Ihm folgte 1511 Markgraf Albrecht von Brandenburg, der letzte Ordenshochmeister in Preussen.

Herzogtum Preussen und Brandenburg Preussen (1525-1701)

Die Zeit der Preussenkönige (1701-1918)